GESCHICHTE |
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Der Rheintaler Binnenkanal wurde in den Jahren 1894 bis 1904 erstellt und diente der Entwässerung des Sumpflandes im Rheintal. Er entspringt in der Gemeinde Sennwald und führt durch die Gemeinden Sennwald Rüthi, Oberriet, Widnau und Au, ehe er in St. Margrethen in den Alten Rhein übergeht. Dabei nimmt er diverse Seitenbäche und Drainageleitungen auf und entwässert so das gesamte Gebiet zwischen Rhein und Alpstein.
Hochwasserereignisse in den achtziger Jahren, vor allem aber jene in den Jahren 1999 und 2000 haben aufgezeigt, dass der Rheintaler Binnenkanal in Rüthi nicht mehr in der Lage ist, das anfallende Wasser schadlos abzuleiten. Vor allem das Industriegebiet im Bereich des Bahnhofs wurde vermehrt durch Überflutungen in Mitleidenschaft gezogen. Umfangreiche Studien und Variantenvergleiche zeigten auf, dass ein verbesserter Hochwasserschutz nur durch eine Senkung des Wasserspiegels und nicht durch eine Erhöhung der seitlichen Dämme möglich ist. Diese Senkung des Wasserspiegels soll durch eine Verbreiterung des Gerinnes erreicht werden (siehe auch Abschnitt Projekt & Daten). Nachdem das Baudepartement des Kantons St. Gallen das Projekt "Rheintaler Binnenkanal - Hochwasserschutz und Ökologie im Einklang" im August 2005 genehmigt und sich auch der Bund im Rahmen einer Vorprüfung sehr positiv zur vorgeschlagenen Variante geäussert hat, stimmte die Bürgerversammlung der Gemeinde Rüthi dem Projekt Ende März 2006 zu und der Zweckverband Rheintaler Binnenkanal verabschiedete den Ausbau Ende April 2006. Mit den Entscheiden von Gemeinde und Zweckverband sowie dem Zurückziehen sämtlicher Einsprachen ist der Weg nun frei und nach der Vergabe der Arbeiten wird mit dem Ausbau des untersten Teilstückes "in den Stöcken" voraussichtlich Anfang Juni 2006 begonnen. Die Arbeiten werden rund zwei Jahre in Anspruch nehmen, so dass der gesamte Ausbau im Frühjahr/Sommer 2008 abgeschlossen sein sollte. |
Überflutung während des Hochwassers 1999 (zum Vergrössern Bild anklicken). |